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Neuigkeiten
12.
Tesen,
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Anstelle eines
Vorwortes:
Es wird eine Zeit kommen, wo man den Acker, wo man jede
Pflanze, die man darauf erzielen will, mit dem ihr zukommenden Dünger versieht, den man
in chemischen Fabriken bereitet; wo man nur dasjenige gibt, was der Pflanze
zur Ernährung dient. Justus von Liebig (1803 – 1873)
Eine auf einen hohen Lebensstandard ausgerichtete nationale Agrarpolitik kann nur dann erfolgreich sein, wenn wir erkennen, dass die nationale Stärke in der Fruchtbarkeit des Bodens verankert und mit ihrer Erhaltung und Mehrung verbunden ist. Prof. W. A. Albrecht, 1958.
Unsere Düngungsmaßnahmen von Nahrungs- und Futterpflanzen müssen als erstes Ziel Vermehrung der biologischen Qualität haben, die die Vorrangstellung vor dem Ertrag hat. Die biologische Qualität stellt die Summe der individuellen Faktoren dar, die in der Pflanze gegenwärtig sind und die dazu beitragen, einen normalen Stoffwechsel des Organismus der Lebewesen, Tier und Mensch, die diese Pflanzen verzehren, aufrecht zu erhalten. Prof. Andre Voisin, 1965
Ohne Mineralstoffe ist kein Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen möglich! Ein unzureichender oder unausgewogener Mineralstoffhaushalt muss daher zwangsläufig bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu Beschwerden, Leistungsminderungen und Krankheiten führen! Prof. Werner Bergmann, 1965
Die agrochemischen Boden- und Pflanzenanalysen zur Ermittlung der Nährstoff- und Düngebedürftigkeit von Böden und Pflanzen sowie zur Kontrolle des Bodenfruchtbarkeitszustandes sind nicht nur Dienstleistungen für die Landwirtschaft, sondern sie beinhalten zugleich eine gesellschaftspolitisch verantwortungsvolle Hoheitsaufgabe des Staates, der für ihre Anwendung und Durchführung mitverantwortlich ist. Prof. Werner Bergmann, 1985
Die Pflanze gleicht einer biochemischen Fabrik, deren Produktion weitgehend durch die Zufuhr einfacher Baustoffe sowie verschiedener Energieformen gesteuert wird. Die im Boden aufnehmbar vorliegenden Mineralstoffe spielen dabei eine besondere Rolle, da ihr Angebot durch die Düngung gezielt beeinflussbar ist und da hierdurch negative Wirkungen ungünstiger Witterungskonstellationen abgeschwächt werden können. Prof. Günther Schilling, 2009
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Einleitung:
Mehr denn je gilt heute der von dem bekannten Agrarchemiker Justus von Liebig vor rund 150 Jahren aus den Lehren der Geschichte und eigenen Erfahrungen gezogene Schluss: „Immer und zu allen Zeiten ist es der Boden mit seiner Fruchtbarkeit gewesen, der über Wohl und Wehe eines Volks entschieden hat.“
Deshalb ist eine nachhaltige landwirtschaftliche Bodennutzung unverzichtbar für unsere zukünftige Entwicklung. Dies erfordert vor allem eine hohe Bodenfruchtbarkeit und damit die ausreichende Versorgung der Böden mit Nährstoffen als Voraussetzung für die Produktion hochwertiger Nahrungs- und Futtermittel und weiterhin als Kapital für eine auch zukünftig sichere Ernährung unserer Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln.
Dieser Grundsatz wurde in der landwirtschaftlichen Praxis Brandenburgs in den letzten zwei Jahrzehnten wenig beachtet. So ist der Versorgungszustand unserer Brandenburger Böden und Kulturpflanzen mit wichtigen Nährstoffen wie Magnesium, Phosphor und Kalium mittlerweile besorgniserregend zurückgegangen (siehe Entwicklung der Nährstoffversorgung in Brandenburg seit 1997, Grafik des VFuD und Pressemitteilung in der Anlage).
Ein großer Teil der für den Menschen notwendigen etwa 20 Mineralstoffe und 15 Vitamine wird aber mit unserer täglichen Nahrung zugeführt, die häufig auf diesen oft zu niedrig versorgten Böden und aus diesen nährstoffarmen Kulturpflanzen hergestellt wird. Im öffentlichen Interesse sollte aber ein hoher und ausgeglichener Nährwert unserer Lebensmittel liegen, da dieser nachweislich die Volksgesundheit fördert. Wichtigste Voraussetzung für ausreichende Nährstoffgehalte von Böden und Pflanzen ist eine sachgerechte Düngung (organisch und mineralisch) auf wissenschaftlicher Grundlage, die auf der turnusmäßigen Durchführung und Auswertung von Boden- und Pflanzenanalysen basiert.
Die dringend notwendige und unbedingt anzustrebende langfristige positive Veränderung der Nährstoffversorgung in unserem Bundesland ist aber nur möglich, wenn grundsätzliche Veränderungen bei der Bezahlung der Landwirte, dem Umgang mit dem Boden als Produktionsmittel und der praktischen Düngungsberatung in Brandenburg erreicht werden. Deshalb empfehlen wir folgendes:
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12 Thesen
zur Verbesserung der Nährstoffversorgung Brandenburger Böden
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Die fünf Mitglieder des Vorstandes und die weiteren 167 Mitglieder des VFuD! Dazu die acht Ehrenmitglieder:
1. Prof. Werner Bergmann (Jena), Nestor der deutschen Pflanzenernährung
2. Prof. Wolfgang Merbach (Merseburg), u. a. von 1997 bis 2001 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pflanzenernährung
3. Prof. Günther Schilling (Halle), u. a. von 1983 bis 1990 Dekan der landwirtschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle und von 1990 -1993 Rektor der Universität in Halle
4. Prof. Günter Kühn (Dedelow), u. a. von 1981-2000 Leiter der Versuchsstation Dedelow
5. Prof. Arnold Finck (Kiel), u. a. von 1979 – 1992 Direktor des Instituts für Bodenkunde und Pflanzenernährung der Universität Kiel
6. Prof. Heinz Peschke (Berlin), u. a. 1994 - ca. 2000 Direktor des Instituts für Pflanzenbau- Wissenschaften der Berliner Humboldt-Universität
7. Prof. Martin Körschens (Bad Lauchstädt), u. a. viele Forschungsarbeiten vorrangig auf dem Gebiet der Bodenfruchtbarkeit
8. Dr. Manfred Kerschberger (Jena), u. a. gehört er zu den "Vätern" der pH - Bereiche
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Und der
Landesbauernverband Brandenburg: .. Der
LBV unterstützt die Initiative des VFuD „Zur Verbesserung der Nährstoffversorgung
Brandenburger Böden“ für eine nachhaltige und wettbewerbsorientierte
Landwirtschaft, die den vielfältigen Anforderungen nachkommt, die in Zukunft
an Sie gestellt werden. Zentrale Punkte dieser Forderungen sind: Udo
Folgart (Vorsitzender), Karsten Lorenz (Referent für Acker- und Pflanzenbau)
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Anlagen:
1.
Grafik: Entwicklung
der Nährstoffversorgung in Brandenburg anhand „Komplexer
Pflanzenanalysen“ – Diese Grafik beruht auf Untersuchungsergebnissen der
Agroplant GmbH, ausgewertet und statistisch ausgewertet vom Verein zur Förderung
einer umweltschonenden Düngung (VFuD) 2.
Zeitungsartikel
„Anteil unterversorgter Ackerflächen steigt im Land“ und „Düngeverein
für gesunde Ernährung“ aus der Templiner Zeitung vom 21. April 2009 3.
„Statement zu
einer notwendigen und stets ausreichenden, vor allem ausgewogenen Mineraldüngerversorgung
und –düngung landwirtschaftlich und gartenbaulich genutzter Böden“ –
Prof. Dr. Werner Bergmann, Jena |